NEUWIED – Nach kurzer schwerer Krankheit starb Pfarrer Christian Scheinost im Alter von 61 Jahren

NEUWIED – Nach kurzer schwerer Krankheit starb Pfarrer Christian Scheinost im Alter von 61 Jahren

Unerwartet und viel zu früh müssen sich die Pfarrangehörigen von Sankt Matthias von ihrem Seelsorger Christian Scheinost verabschieden. Seit 2023 war aus Bayern stammende, gesellige katholische Geistliche, der unter anderem Präses der Schützen und Regimentspfarrer der Neuwieder Ehrengarde war in der Neuwieder Sankt Matthias Pfarrei tätig.

Zu seinem 60 Geburtstag im letzten Jahr, den er mit einem Gottesdienst und vielen Pfarrangehörigen ausgiebig gefeiert hatte, erwähnte er dass er sich in Neuwied angenommen und angekommen fühlte.

Erst am vergangenen Mittwoch hatte Dekan Peter Dörrenbächer im Gottesdienst bekannt gegeben, dass Pfarrer Christian Scheinost schwer erkrankt sei und sich in diesen Tagen einer Operation unterziehen musste. Dann am Samstagnachmittag die traurige Nachricht Christian Scheinost sei im Alter von 61 an einem Krebsleiden gestorben. Für viele Gemeindemitglieder unfassbar. Hatte sie ihn noch vor kurzem gutgelaunt beim Rheinuferfestgottesdienst erlebt und eine Woche später im Abendgottesdienst in Irlich. Dort in Sankt Peter und Paul beim Festgottesdienst wurde am Sonntag nach der Todesnachricht die Festlaune getrübt und kaum einer wollte da noch das Pfarrfest und die Schützenkönigskrönung feiern.

Christian Scheinost war in der nördlichen Oberpfalz aufgewachsen. Nach einer Zeit in Bayern, hatte er sein Studium in Trier vollendet und war im Bistum verschiedene Standorte als Seelsorger, Diakon, Kaplan und Pfarrer tätig gewesen.

Von zuletzt Bad Hönningen, wechselte er dann wenige Kilometer weiter nach Neuwied. Nicht zuletzt, weil er den unkomplizierten „Rheinischen Katholizismus“ mochte. In Neuwied war durch lange Vakanz die Verwaltung und Seelsorge vereinfacht worden. Diesen Weg ist Christian Scheinost dann auch weiter gegangen und hat so manche neue Idee verwirklichen können und Herausforderungen angenommen.

Nun ist das Pfarrhaus neben Sankt Matthias wieder leer. Wie es nun in Zeiten der Personalknappheit im Bistum weitergeht, macht manch einem Sorgen. Am Samstag, den 12.09. 2026 können sich die Trauergäste in einem Gottesdienst von ihrem Pfarrer verabschieden, bevor die Urne zur Beisetzung im Familienkreis nach Wiefelsdorf überführt wird.

Für die Katholische Kirchengemeinde Sankt Matthias beginnt nun nach gerade mal drei Jahren Normalität, mit einem für sechs Kirchorte zuständigen Pfarrer wieder eine schwierige Zeit, in der vieles anders und so manches nicht mehr möglich ist. (mabe) – Fotos: Marlies Becker

 

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