ALTENKIRCHEN. Parkplätze in Altenkirchen sind ein großer Aschenbecher!
In Singapur kostet es umgerechnet bis zu 680 Euro, wenn man achtlos eine Zigarettenkippe wegwirft. „Wie lange dauert es noch bei uns, bis dafür in Deutschland Strafgebühren erhoben werden?“, fragte einer unserer Leser. Es ist nicht nur in der Kreisstadt eine Unsitte, sondern es ist leider landesweit so, dass diesbezüglich keine Disziplin herrscht.
Manche Leute können das Wort Disziplin noch nicht einmal buchstabieren, so einer der Passanten, den wir zu diesem Thema befragten und werfen Müll in die Umwelt, ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken, was sie da machen. Abgesehen davon, dass Rauchen ungesund ist und Krebs verursacht, scheint es zusätzlich den Charakter zu verändern, denn es ist anscheinend egal, ob auf der Straße 10, 50 oder 1.000 Kippen liegen. „Schmeißen sie zu Hause die Kippen auch auf die Erde?“, wollte eine besorgte Mutter wissen. Solange man nicht darüber fällt, so ein weiterer Passant, scheint es egal zu sein.
Leider sind es nicht nur Zigarettenkippen, die überall herumliegen, sondern auch andere Dinge, bis hin zu Essensresten. „Warum machen die Menschen das?“, wollte eine ältere Dame wissen, die seit mehreren Jahrzehnten in der Kreisstadt wohnt, dort ihr Eigenheim hat und täglich Müll anderer Menschen vor ihrer Haustür entsorgt.
Stop! Wir sind alle bemüht, dass wir eine saubere Umwelt haben und fahren dicke E-Autos. 10 Minuten länger mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein, ist uns zu lästig. Wir haben wertvolle E-Bikes, gehen täglich wandern, ob mit oder ohne Stöcke. „Ist es uns egal, ob links und rechts des Weges Kippen, Tüten, Essensreste und sonstige Dinge herumliegen, die das Stadtbild verschandeln?“, fragte ein Rentner, der sich täglich mehrfach bückt und Müll anderer entsorgt. Das kann es nicht sein.
Einer unserer Mitarbeiter wohnt gegenüber einer Schule. Es sei unfassbar, so der Originalton, was hier täglich an Müll mal einfach so weggeworfen wird. Die Zigarettenkippen kommen dabei meist von den Eltern, die ungeduldig und gestresst am Straßenrand stehen, um ihre Kinder abzuholen. „In den Schulen werde vielleicht zu wenig auf diese Dinge hingewiesen“, meinte ein Familienvater, der diese Entwicklung besorgt beobachtet. „Warum mache man nicht eine Müllsammelstunde mit den Kleinen, anstatt in irgendwelche Funparks zu reisen?“, meinte eine Mutter, die in ihrem Dorf regelmäßig im Frühjahr Müllsammelaktionen mitmacht und deren Kinder es gewohnt sind, Müll in die dafür bereitgestellten Mülltonnen zu werfen. Hotspots für Müll ist leider auch der Marktplatz in Altenkirchen. Gott sei Dank, so ein umweltbewusster Jugendlicher, kommen an jedem Werktag die Müllwerker des Bauhofs, um den Dreck der anderen zu beseitigen.
Wenn man zu schnell im Straßenverkehr unterwegs ist oder falsch parkt, ist man sehr schnell sein Geld los. Aber warum nicht dafür, wenn man achtlos Zeug wegwirft, seien es Zigarettenkippen oder sonstige Gegenstände? Dafür gibt es genug Mülltonnen. (Werner Klak)
























