RHEINLAND-PFALZ – Marion Paul – „Das ist einfach nur Gängelung und Generalverdacht gegenüber Beschäftigten!“
RHEINLAND-PFALZ – Marion Paul – „Das ist einfach nur Gängelung und Generalverdacht gegenüber Beschäftigten!“
Die von der Bundesregierung geplante Ausweitung sachgrundloser Befristungen, die vorgesehenen Eingriffe in langwierig erkämpfte gesetzliche Arbeitnehmer*innen- sowie Mitbestimmungsrechte und die Verschärfungen bei der Krankschreibung stellen einen massiven Angriff auf die Beschäftigten dar.
„Wer Menschen vier Jahre lang von einem befristeten Vertrag in den nächsten schickt, baut keine Zukunft, sondern organisiert strukturelle Unsicherheit – insbesondere für Berufseinsteiger*innen und junge Arbeitnehmer*innen! Statt Perspektiven und Verlässlichkeit zu schaffen, werden Beschäftigte dauerhaft in prekären Arbeitsverhältnissen gehalten“, erklärt die Landesbezirksleiterin von ver.di Rheinland-Pfalz-Saarland, Marion Paul.
Auch die geplante Abschaffung der telefonischen Krankschreibung sowie die Verpflichtung, bereits ab dem ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorzulegen, sendet das absolut falsche Signal. Beschäftigte werden unter Generalverdacht gestellt und gegängelt, anstatt das Gesundheitssystem, das sowieso schon am Limit ist, zu entlasten und Vertrauen in die Beschäftigten zu stärken.
„Politik, die Beschäftigten grundsätzlich Misstrauen entgegenbringt, kann nicht erwartet, Unterstützung oder gar Anerkennung für die eigenen Reformvorhaben zu bekommen. Wer krank ist, braucht eine gute medizinische Versorgung. Zusätzliche Hürden und eine Kultur des Generalverdachts helfen nicht“, so Marion Paul. „Wir fordern die Landesregierungen in Rheinland-Pfalz und im Saarland auf, die geplanten Verschlechterungen im Bundesrat nicht mitzutragen und stattdessen auf den Ausbau sicherer Beschäftigung, einer starken Mitbestimmung und gute Arbeitsbedingungen hinzuwirken! Die Herausforderungen der Transformation lassen sich nicht auf dem Rücken der Beschäftigten lösen.“



















