RHEINLAND-PFALZ – Dritte Tarifverhandlungsrunde im rheinland-pfälzischen Einzel- und Versandhandel erneut ohne Ergebnis
RHEINLAND-PFALZ – Dritte Tarifverhandlungsrunde im rheinland-pfälzischen Einzel- und Versandhandel erneut ohne Ergebnis – Arbeitgeber inszenieren sich als „Recycling-Helden“
In der heutigen dritten Tarifverhandlungsrunde für den Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz haben die Arbeitgeber erneut kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Statt auf die klaren Signale der Beschäftigten und die Forderungen der ver.di-Tarifkommission einzugehen, präsentieren sie lediglich ihr bereits abgelehntes Angebot – ein Versuch, alte Zahlen als „neue Bewegung“ zu verkaufen.
Die Arbeitgeberseite hält weiterhin an folgendem Angebot fest:
24 Monate Laufzeit
2,0 Prozent im ersten Tarifjahr nach sechs Nullmonaten
1,5 Prozent im zweiten Tarifjahr nach drei Nullmonaten
Die ver.di-Tarifkommission fordert dagegen ein Paket, das den Beschäftigten angesichts der Inflation, steigender Lebenshaltungskosten und wachsender Arbeitsbelastung tatsächlich Luft verschafft:
12 Monate Laufzeit
Erhöhung aller Entgelte um 225 Euro
150 Euro mehr für Auszubildende
Landesfachbereichsleiterin und ver.di-Verhandlungsführerin Monika Di Silvestre erklärt: „Unsere Kolleginnen und Kollegen halten den Handel am Laufen. Sie brauchen keine Nullmonate, sondern Wertschätzung in Form von realen Entgeltsteigerungen. Wer immer nur alte Zahlen aufwärmt, blockiert Lösungen und provoziert weitere Aktionen.“
Gewerkschaftssekretär Stefan Prinz ergänzt: „Die Arbeitgeber versuchen sich als Recycling-Helden zu inszenieren – aber aus einem schlechten Angebot wird auch beim zweiten Aufguss kein gutes. Die Beschäftigten haben Anspruch auf ein Angebot, das ihre Leistung und wirtschaftliche Realität anerkennt.“



















