LEUZBACH – Der Traum einer Schützin geht nach fünf Jahren in Erfüllung

LEUZBACH – Der Traum einer Schützin geht nach fünf Jahren in Erfüllung – Krönung der Höhepunkt

Montagnachmitttag strahlte Marina Richter über das ganze Gesicht. Sie hatte nach fünf Anläufen geschafft den Vogel von der Stange zu holen. Die Krönung war an diesem frühen Abend der Schlusspunkt eines Traumes. Das Festzelt in Leuzbach war gut gefüllt, die Gäste erwarteten, wie auch die vier Personen vor der Bühne, auf die Verabschiedung und Krönung. Die Leuzbacher Schützen hatten mit ihrer Fahnengruppe den uniformierten Grünröcken im offenen Karre Aufstellung genommen, in der Mitte der Fläche die traditionelle Böllerkanone.

Schützenmeister Guido Böing und sein Adjutant betraten die Szene, nahmen an Rednerpult Position. Der Schützenmeister bedankte sich bei dem scheidenden Königspaar, Doro I und Prinzgemahl Otto für das beispielhafte Regentschaftsjahr. Beide erhielten die königlichen Erinnerungsorden und Doro I. einen farbenprächtigen Blumenstrauß. Nach der Entkrönung durch Abnahme der Königskette und des Hirschfängers verabschiedeten sich die beiden bei den Schützen mit einem Sektumtrunk.

Jetzt war die Stunde der Marina gekommen. Schützenmeister Böing ließ in seiner Krönungsrede den Verlauf des Schießen Revue passieren. Im fünften Anlauf habe das sehnsüchtige Warten ein Ende gehabt und an diesem Tag flossen Freudentränen. Böing vollzog die Krönung durch das Anlegen der Königskette bei Marina und überreichte dem Prinzgemahl Frank, der auch die Königswürde geschossen hatte, den Hirschfänger. Die unterstrichen die Szene mit einem dreifachen Horrido. Ex Schützenmajor Rüdiger Flemmer ließ es sich nicht nehmen die Kanone für die drei Böllerschüsse selber zu übernehmen, stand er doch sonst immer als Kommandierender daneben. Mit einer kleinen Zielszene rahmte er diese Aktion unter dem Beifall der Gäste und Schützen. Die Kanone ist zudem sein Werk.

Nach der Nationalhymne schritt das Königspaar die Front ab, bevor man zum lockeren Teil des Abends über ging. Fotos: Diana Wachow 

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