REGION – Altersarmut ist weiblich
REGION – Altersarmut ist weiblich
Altersarmut ist weiblich… mit dieser Feststellung und dass Frauen 18 % weniger verdienen und somit auch die Rente kleiner ausfällt begann Moderatorin Anna Reimann von der Provinzial in der Sparkasse Neuwied den Abend, zu dem nur Frauen eingeladen wurden. Zu diesem informativen „Mädelsabend“ hatten sich 90 Damen verschiedensten Altersgruppen eingefunden. Bei den Älteren, die bereits in Rente waren, war klar, dass man mit einer Durchschnittsrente von unter 900 Euro, bei den heutigen Mieten, Versicherungen und sonstigen Lebenskosten nicht zurecht kommen kann. Haben doch 47 % der jetzigen Rentnerinnen in Teilzeit gearbeitet, weil Kinder, Eltern oder Partner zu versorgen waren. Dann kommt noch das Problem immer älter werdende Gesellschaft dazu. Stand heute werden Frauen 86,4 Jahre alt und die heute geborenen, erreichen problemlos die 100. Da heißt es frühzeitig vorsorgen damit man im Alter, wenn man in Rente geht, nachdem man über 40 Jahre geschuftet hat, nicht noch auf vieles verzichten muss.
Als junger Mensch an Rente zu denken, scheint vielen zu früh. Wann ist denn der richtige Zeitpunkt. Kurzfristig wollen die meisten der Frauen ihre Wünsche erfüllen, mittelfristig sollte ein gewisses Polster da sein für unvorhergesehene Ausgaben. Defektes Auto, neue Waschmaschine oder Umzug. Langfristig kommt vielleicht das Abzahlen des Eigenheims und eben ein schöner Lebensabend. Wie man daran geht, muss dann allerdings jede Frau für sich entscheiden. An diesem Abend gibt es keine Beratung von Versicherung und Sparkasse. Das Interesse der Zuhörerinnen ist geweckt. Dann geht es erst mal zum geselligen Teil. Das Buffet ist eröffnet. Bei Fingerfood und kühlen Getränken diskutieren die Ladys oder schlürfen ihren Drink im Liegestuhl. Die dritte Auflage der Veranstaltung hat nicht nur Spaß gemacht, war auch zum Wachrütteln gedacht, denn irgendwie weiß fast niemand, wann der richtige Zeitpunkt ist für die Rente vorzusorgen. Sparkassen und Versicherer sind hier die besten Ansprechpartner da sollte man mal einen Termin machen und sich individuell beraten lassen, um im Alter nicht jeden Groschen umdrehen zu müssen. (mabe) Fotos: Marlies Becker
























