ALTENKIRCHEN – Westerwald-Gymnasium – Wie wichtig ist Wasser in unserem Leben

ALTENKIRCHEN – Westerwald-Gymnasium – Wie wichtig ist Wasser in unserem Leben

„Wie wichtig ist Wasser in unserem Leben?“. Dieser spannenden Frage ging das Westerwald-Gymnasium mit seinen rund 550 Schülerinnen und Schülern am Dienstag, 12. Mai in Zusammenarbeit mit der Firma Multivision intensiv auf den Grund. Gesponsert wurde der Tag von der Sparkasse Westerwald-Sieg.

In einem rund 90-minütigen Vortrag erklärten Patric Dujardin und Max Menkenhagen, was beim Menschen anfängt, dessen Wassergehalt zwischen 50 und 65 Prozent liegt. Dass für die Produktion einer Jeans rund 11.000 Liter Wasser notwendig sind, versetzte die Schüler ebenso in Erstaunen, wie die Tatsache, dass die Erde zu zwei Dritteln mit Wasser bedeckt ist. Ein Flug über den Pazifik dauert beispielsweise 10 bis 15 Stunden. „Wie kann man Wasser sparen?“, „Warum ist es so wichtig, dass nicht so viele Flächen bebaut oder zubetoniert werden?“. Es gab viele Fragen, deren Beantwortung interessante Lösungsansätze darstellten.

Die Veranstaltung war in drei Gruppen von jeweils rund 180 Schülern aufgeteilt. Der Leiter des Gymnasiums, Heiko Schnare, freute sich über die gute Verbindung zur Sparkasse, die kreisweit 1,6 Millionen Euro Spenden im Jahr leistet und das mit etwa 200 Angestellten des Hauses. Michael Bug als Diplom-Sparkassenbetriebswirt und Mitglied des Vorstandes sowie Peter Mohr, der Pressesprecher und Leiter Gesellschaft ist und gleichzeitig Leiter der Kommunikation in Bad Marienberg, vertraten die Bank sehr persönlich als auch gleichzeitig überzeugend.

Nachhaltigkeit zog sich an diesem Tag wie ein roter Faden durch das Thema. „Wie gehen wir vernünftig mit unseren Ressourcen um, damit die Generationen nach uns unter guten Bedingungen arbeiten können?“. Oder: „Warum muss ich gleich ein neues Handy haben, wenn das alte so oft runtergefallen ist und lasse es nicht reparieren?“. All das waren Fragen, die zum Nachdenken anregten. Das Konsumverhalten und Jammern auf hohem Niveau sei etwas, das gerade in Deutschland überdacht werden müsse, meinte einer der Beobachter. In Bezug auf Energiesparen und Nachhaltigkeit war die interne Äußerung eines Renters, der vor über zwei Jahren sein Auto verkauft hat und freiwillig seinen Führerschein abgab. Er hatte für den Vertrieb seines Arbeitsplatzes im Leben Millionen von Kilometern mit dem Auto zurückgelegt und vor einigen Jahren von seiner Frau gesagt bekommen, dass er unsicher fahre. Bevor der heute 67-Jährige vielleicht einen Unfall verursachte, wollte er lieber reinen Tisch machen. In Hannover wird eine solche Geste übrigens mit einem Jahresfreiticket der RMV Verkehrsbetriebe belohnt. Die berechtigte Frage eines Mithörers: „Ist dies in Rheinland-Pfalz auch möglich?

Ein spannendes Thema des Tages waren Rückstände im Wasser aus der Medikamentenproduktion. Die Pharmazeutische Industrie, erwirtschaftet jährlich Milliardengewinne und verschmutzt unser Wasser. Wer sei dafür verantwortlich, wollte ein weiterer Zuhörer wissen. Was für viele neu war, dass durch das Sparen von Wasser gleichzeitig CO2 reduziert wird. Das Kaufen sogenannter Secondhandware sei genau der richtige Weg, um vernünftig zu handeln, war eine weitere Aussage mit Wert. In Bezug auf die Fleischproduktion meinte Max von Multivision: „Ich will nicht, dass Ihr alle vegan werdet, wenn Ihr hier rausgeht“. Erstaunlich auch die Zahl, dass weltweit rund 700 Millionen Menschen keinen direkten Zugang zu Wasser aus der Leitung haben und dafür mehr als 30 Minuten Fußweg in Kauf nehmen müssen. Sie sind auf Oberflächenwasser angewiesen.

Die Sparkasse sponserte an diesem Tag mit einem Wert von 3.500 Euro, zum einen für 900 Edelstahlflaschen à 0,5 Liter sowie die Übernahme der Kosten für Multivision und machte darauf aufmerksam, dass Multivision noch Termine frei hat und sich Schulen gerne an folgende E-Mail Adresse wenden können: nachwuchskunden@skwws.de. Die Sparkasse unterstützt dieses Projekt gerne. Es ist für die Schulen kostenfrei. (Werner Klak)

 

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