RHEINLAND-PFALZ – Tarifrunde Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz

RHEINLAND-PFALZ – Tarifrunde Einzel- und Versandhandel Rheinland-Pfalz – Auftakt der Tarifverhandlungen im rheinland-pfälzischen Einzel- und Versandhandel: ver.di fordert 225 Euro mehr pro Monat für die Beschäftigten

Für die rund 150.000 Beschäftigten im rheinland-pfälzischen Einzel- und Versandhandel beginnen um 13 Uhr am 28. April 2026 die Tarifverhandlungen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di fordert deutliche Einkommenserhöhungen, um die Beschäftigten spürbar zu entlasten.

Bereits in mehreren Bundesländern haben erste Verhandlungsrunden stattgefunden. Dort legte die Arbeitgeberseite bislang kein Angebot vor. ver.di erwartet deshalb für Rheinland-Pfalz ein klares Signal der Arbeitgeber und ein verhandlungsfähiges Angebot.

„Die Beschäftigten im Einzel- und Versandhandel brauchen dringend mehr Geld. Die Preissteigerungen der vergangenen Monate stellen viele Kolleginnen und Kollegen täglich vor enorme Herausforderungen. Es kann nicht sein, dass sie jeden Tag hart arbeiten, damit der Laden läuft, und trotzdem jeden Cent mehrfach umdrehen müssen“, erklärt Monika Di Silvestre, ver.di-Landesfachbereichsleiterin und Verhandlungsführerin für den Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz-Saarland.

Der Handel sei weiterhin eine wirtschaftlich starke Branche, so Di Silvestre weiter: „Gute Umsätze fallen nicht vom Himmel. Sie werden jeden Tag von den Beschäftigten erarbeitet, an der Kasse, im Lager, in der Logistik, auf der Fläche und im Versand. Von Lob und Applaus lassen sich aber keine Rechnungen bezahlen. Jetzt braucht es Respekt und Wertschätzung in Form einer spürbaren Einkommenserhöhung.“

Die ver.di-Tarifkommission für den Einzel- und Versandhandel in Rheinland-Pfalz fordert:

Erhöhung aller Einkommen um 225 Euro monatlich, bei Teilzeit anteilig

Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 150 Euro je Ausbildungsjahr

Laufzeit der Tarifverträge von 12 Monaten

„Nachdem die Arbeitgeber in anderen Bundesländern bisher kein Angebot vorgelegt haben, erwarten wir heute in Rheinland-Pfalz ein verhandlungsfähiges Angebot. Alles andere wäre ein Spiel auf Zeit. Diese Zeit haben die Beschäftigten nicht. Sie brauchen jetzt mehr Geld“, so Di Silvestre abschließend.

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