KREIS ALTENKIRCHEN – Mentale Gesundheit frühzeitig stärken

KREIS ALTENKIRCHEN – Mentale Gesundheit frühzeitig stärken

Wenn eine ganze Generation in einem schier endlosen globalen Krisen-Modus aufwächst, sind die Konsequenzen irgendwann nicht mehr zu übersehen: In den vergangenen zehn Jahren haben die psychischen Erkrankungen unter jungen Menschen stark zugenommen: Jede(r) Fünfte ist mittlerweile im Laufe eines Jahres betroffen.

Längst gehört die Förderung der mentalen Gesundheit zur Präventionsarbeit – auch und gerade für den Kinder- und Jugendschutz des Kreises Altenkirchen, der hier regelmäßig verschiedene Module anbietet. Dieser Tage wird ein ganz neues Projekt unter dem Titel „Mentale Gesundheit und Selbstfürsorge“ an den Start gebracht, sowohl für Schülerinnen und Schüler als auch für Lehrkräfte.

Dass es an der August-Sander-Realschule plus in Altenkirchen jetzt überhaupt zur Auftaktveranstaltung kam, ist der Else-Schütz-Stiftung zu verdanken. Denn die übernimmt mit 9000 Euro nahezu die kompletten Kosten für die Workshop-Reihe. Angestoßen hatte die Spende Yvonne Berndt (Kreisverwaltung), die angesichts der knappen kommunalen Kassen einfach mal in Montabaur angeklopft hatte. Und einmal mehr unterstützt die Stiftung wichtige Vorhaben im AK-Land (zuletzt den Hallenbadbau in Altenkirchen). Geschäftsführer Dr. Christian Meyer und Cordula Simmons (Projektkoordinatorin) waren denn auch persönlich in die Kreisstadt gekommen, um sich über das Projekt zu informieren.

„Die mentale Gesundheit gewinnt im schulischen Alltag zunehmend an Bedeutung und stellt uns alle vor pädagogische Herausforderungen“, sagte Schulleiter Gerhard Hein in seiner Begrüßung. Die Realschule plus nimmt gemeinsam mit der Westerwaldschule Gebhardshain und dem Freiherr-vom-Stein-Gymnasium Betzdorf/Kirchen an dem Programm teil. Zunächst finden drei Lehrkräfteworkshops (je drei Stunden) statt, anschließend insgesamt zwölf ganztägige Workshops für Neunt- und Zehntklässler der beteiligten Schulen.

Kooperationspartner ist dabei „Kopfsachen e.V.“, eine gemeinnützige Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, nicht nur die mentale Gesundheit unter jungen Menschen zu stärken, sondern die Gesellschaft auch zu einem offenen und kompetenten Umgang mit dem Thema zu befähigen. Wie wichtig deren Arbeit ist, mag man daran erkennen, dass gerade mal an 0,25 Prozent der Schulen in Deutschlands „Mental Health Coaches“ tätig sind.

Foto: An der August-Sander-Realschule plus in Altenkirchen fand jetzt der Auftakt-Workshop für Lehrkräfte des Präventionsprojekts „„Mentale Gesundheit und Selbstfürsorge“ statt. Foto: Kreisverwaltung / Thorsten Stahl

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