ALTENKIRCHEN – Rückenwind für die ev. Kantorei Altenkirchen – Dr. Alfred Beth-Stiftung fördert Aufführung der Johannespassion

ALTENKIRCHEN – Rückenwind für die ev. Kantorei Altenkirchen – Dr. Alfred Beth-Stiftung fördert Aufführung der Johannespassion

Es war ein sonnendurchfluteter Moment, als Dr. Alfred Beth eine außergewöhnliche Spende an die Kantorei Altenkirchen inmitten einer Probenpause in der Altenkirchener Christuskirche überreichte und ihm mit stehendem Applaus gedankt wurde. Mit dem Scheck unterstützt die Dr. Alfred Beth-Stiftung die Aufführung der Johannespassion von Johann Sebastian Bach, die am 15. März am gleichen Ort stattfinden wird.

Am Ort der Aufführung verband der Spender die Übergabe mit der Ermutigung, sowohl das kulturelle als auch das geistliche Erbe Johann Sebastian Bachs für die gegenwärtigen und kommenden Generationen wach zu halten und zu vermitteln. Gerade in Zeiten, in denen so viel unschuldiges Leid geschehe, sei die ethisch-religiöse Orientierung ein wichtiges Moment, das wie ein Weckruf gegen Abstumpfung wirken könne. Hier komme gerade der Musik, die doch Seelen erreicht, eine besondere Bedeutung zu. Insgesamt maß der heimische ehemalige Landrat und Staatsminister a.D. dem kulturellen Leben der Stadt und Region eine integrationsfördernde soziale Strahlkraft bei, von der er sich wünscht, dass sie auch die nachwachsende Generation einbezieht.

Mit Blick auf das Vorhaben der Kantorei zeigte er sich erstaunt, dass es der Kantorin Hyejoung Choi gelungen sei, die Kantoreimitglieder und darüber hinaus zahlreiche Projektsänger und

-sängerinnen zu einem Vorhaben zusammenzuführen, das man eher in Großstädten als in einer ländlichen Kreisstadt vermuten würde. Dabei werden ein etwa 40-köpfiger Chor und fünf Gesangssolisten (Sopran: Theresa Klose; Alt: Prof. Melinda Paulsen, Frankfurt; Tenor: Leonhard Reso vom WDR-Rundfunkchor; Bass: Mathias Tönges; Jesus: Rumen Marinov) mitwirken, die instrumental von der Camerata Instrumentale, Siegen, getragen werden.

Kantorin Choi als Gesamtleiterin erläuterte dazu, dass sie in der Tat auch auf auswärtige professionelle Solisten und ein renommiertes Kammerorchester zugegangen sei, um eine vollwertige Aufführung gewährleiten zu können. Jedoch arbeite die Kantorei, die sich aus Mitgliedern aus Stadt, Verbandsgemeinde und dem weiteren Westerwald zusammensetzt, schon seit eineinhalb Jahren mit regelmäßigen und außerordentlichen Proben sehr zielgerichtet an der herausfordernden Komposition des großen christlichen Botschafters.

Der Chorrat um Ulrike Termath und Werner-Christian Jung zeigten sich dankbar und überrascht, dass der Westerwald viele Menschen und Institutionen umfasst, denen dieses geistlich-musikalische Werk so am Herzen liegt, dass sie, wie die Dr. Alfred Beth-Stiftung, schon heute zu seinem Gelingen durch Spenden beitragen.

Foto: Im Altarraum der lichtdurchfluteten Evangelischen Christuskirche überreicht Dr. Alfred Beth eine besondere Finanzförderung an Kantorin Hyejoung Choi, die mit der fast 40-stimmigen Kantorei zielstrebig die Johannespassion von J.S. Bach für den 15. März einstudiert. (Foto: Christine Fuhrmann)

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