Essay beschäftigt sich mit Wölfen im Westerwald
BIRKEN-HONIGSESSEN – „Rückkehr der Wölfe kein Schritt zurück in die Vergangenheit“ – Essay beschäftigt sich mit Wölfen im Westerwald. – In der öffentlichen Diskussion um die Rückkehr der Wölfe nach Deutschland gibt es einen aktuellen Beitrag des Biologen Dr. Frank Wörner. In einem ausführlichen Essay beschäftigt er sich mit der Geschichte der Wölfe im Westerwald. Wörner, der lange Zeit wissenschaftlicher Leiter der Trumler-Station in Birken-Honigsessen war, schlägt dabei auf 38 Seiten einen Bogen von der Verfolgung der Wölfe in dieser Region seit der Zeit des Spätmittelalters, über den jüngsten Gerichtsprozess um einen illegalen Wolfsabschuss im Jahre 2012, bis hin zu der Frage, welche Chancen der Wolf hat, in dieser Landschaft wieder dauerhaft heimisch zu werden.
Der Autor setzt sich dabei kritisch mit der Frage auseinander, ob der Wolf einen schädlichen Einfluss auf den Wildbestand im Westerwald hat und ob von ihm eine Gefahr für das Leben und die Gesundheit von Menschen ausgehen könnte. Weiterhin wird der Einfluss der Wölfe auf die Forstwirtschaft und die Schafzucht thematisiert. Wörner greift dabei verschiedene Argumente des Für und des Wider auf, stellt sie in Relation zu gesicherten Studien und statistischem Zahlenmaterial und trägt so zu einer sachlichen öffentlichen Debatte bei. Er betont dabei, dass Wölfe in Deutschland nicht etwa von Menschen künstlich angesiedelt wurden, wie manchmal behauptet wird, sondern durch eine natürliche Wanderbewegung zu uns gekommen sind. Dabei bezieht der Autor unmissverständlich Position, indem er sich für den Schutz und den Erhalt der Tiere einsetzt. „Die Rückkehr der Wölfe in ihre alte angestammte Heimat ist kein Schritt zurück in die Vergangenheit, sondern ein Schritt nach vorne zur Erhöhung der Artenvielfalt“, sagt Wörner in seinem Resümee. „Der Wolf hat ein Heimatrecht bei uns, er ist Bestandteil unserer heimischen Fauna und trägt zu der oft beschworenen Biodiversität bei, deren Vielfalt in immer größeren Maße schwindet. Eine artenreiche Umwelt ist ein Indikator für einen reichen und guten Lebensraum, auch für den Menschen.“ In seinem Essay beschäftigt sich der Wissenschaftler auch mit der Frage, wie ein Abschuss weiterer Wölfe in Zukunft vermieden werden kann und wie es gelingt, mit der Wildform unserer Haushunde in Frieden zu leben. Die Schrift wird herausgegeben von der Gesellschaft für Haustierforschung und eignet sich gut als Informationsmaterial sowohl für Fachleute als auch für Laien. Das Essay mit seinem ausführlichen Qellen- und Literaturverzeichnis steht im Internet allen Interessierten als kostenloser Download zur Verfügung. Abgerufen werden kann es auf der Internetseite der Gesellschaft für Haustierforschung, www.gfh-wolfswinkel.de.
















