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WEYERBUSCH. „Hunger ist kein Zufall, kein Schicksal, keine eigene Schuld.

Veröffentlicht am 5. Dezember 2023 von wwa

WEYERBUSCH. „Hunger ist kein Zufall, kein Schicksal, keine eigene Schuld.

Hunger ist eine Waffe, ist Unrecht, ist himmelschreiende Sünde…“ unterstrich der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel, in seiner Predigt am ersten Adventssonntag im Gemeindezentrum Weyerbusch (Evangelischer Kirchenkreis Altenkirchen). Der Präses predigte zur landesweiten Eröffnung der 65. Spendenaktion von Brot für die Welt, diesmal im „Raiffeisen-Ort“, Weyerbusch.

„Wandel säen“ – das Motto der diesjährigen Aktion von Brot für die Welt – passt daher für den rheinischen Präses stimmig zu den Ideen des Westerwälders Friedrich Wilhelm Raiffeisen, der 1846/47 mit dem „Brotverein“ seinen Kampf gegen Hunger aufgenommen hat: „Als ländliche Region wissen Sie sehr gut, was teilen, säen, Hoffnung geben heißt! Brot für die Welt setzt sich in dem Projekt zugleich für faire Handelsabkommen mit Ländern des Globalen Südens ein!“ „Weltweit leiden heute 800 Millionen Menschen an Hunger. Jeder zehnte Mensch auf der Erde. Und das, obwohl wir Nahrungsmittel haben, um das Doppelte bis Dreifache der Weltbevölkerung zu ernähren. Es ist genug für alle da, wenn wir gerecht miteinander teilen“, unterstrich der leitende Geistliche der rheinischen Kirche.

„Am Umgang mit den Armen unserer Zeit entscheidet sich, wie wir mit Jesus Christus umgehen“, sagt der Präses. Zu Beginn der Adventszeit und des neuen Kirchenjahres appelliert Latzel daher: „Lasst uns miteinander teilen, anderen helfen, wo immer wir es können. Lasst uns Liebe leben, so wie Jesus Christus es uns als Herr und Bruder vorgelebt hat. Und dann getrost darauf vertrauen, dass Gott es zu einem guten Ende führt.“

In dem Gottesdienst stellte Sabine Portmann vom rheinischen Team „Brot für die Welt“ stellvertretend eines der diesjährigen Projekte zur Förderung der Schulbildung in der Demokratischen Republik Kongo vor.

Dies korrespondierte mit dem, was der Vorsitzende des heimischen Synodalausschusses für Ökumene, Eine-Welt und Partnerschaftsarbeit, Michael Utsch, über Projekte im Altenkirchener Partner-Kirchenkreis Muku (Ostkongo) ebenso bildhaft berichtete.  Ein dauerhaft angelegtes Partnerschaftsprojekt in Muku unterstützt ebenfalls die Bildung, ein mittlerweile abgeschlossenes, der Brunnenbau zur Versorgung mit gesundem Trinkwasser und zur landwirtschaftlichen Nutzung, wurde von Brot für die Welt finanziell gefördert und vom Kirchenkreis über viele Jahre finanziell und auch personell unterstützt.

Eine weitere Parallele zum Kongo gab es im Gottesdienst mit Michel Sanya. Der in Goma/Kongo gebürtige Musiker, brachte ganz viel „afrikanischen Schwung“ und Gemeinschaftsswing mit. Kreiskantorin Hyejoung Choi setzte zudem gekonnt die musikalischen Akzente zum Advent mit der Orgel.

Im Anschluss an den Gottesdienst nutzten die Mitwirkenden und Besucher aus Nah und Fern die Gelegenheit sich im nahegelegen Raiffeisen-Begegnungszentrum an Infoständen intensiver über die Arbeit von Brot für die Welt, über die Partnerschaft des Kirchenkreises mit Muku, das Genossenschaftswesen Raiffeisens und über den Eine-Welt-Handel zu informieren.

Daneben gab es musikalische Beiträge des Posaunenchors Birnbach und von Michel Sanya, wärmende Getränke und frischgebackenes Backesbrot. Schon früh am Morgen hatte die Back-Gruppe des Verkehrs- und Bürgervereins den historischen Backes angefeuert, Teig vorbereitet und später abgebacken. Bei Sonne und Frost nutzen die Besucher gerne das Angebot und füllten auch eifrig die Spendendosen für Brot für die Welt. PES.

Foto: Pfarrer Ulrich Christenn, Referent für Ökumenische Diakonie in der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe, hieß die Besucher beim kleinen Adventsmarkt nach dem Gottesdienst herzlich willkommen. Mit frischem Brot in der Hand erinnerte er – nahe des „Backes“ im Raiffeisen-Begegnungszentrum – daran, wieviel Arbeit und Mühe es bei der Brotbereitung bedarf und wie viele Menschen weltweit noch immer nicht mit dem „täglich Brot“ versorgt werden. Fotos: Petra Stroh