Kreisvolkshochschule bietet berufsbegleitende Fortbildung zum Mediator an
ALTENKIRCHEN – Kreisvolkshochschule bietet berufsbegleitende Fortbildung zum Mediator an – Start mit erstem Pflichtmodul am 28. April – Mediation ist in aller Munde. Dabei handelt es sich um ein Verfahren der Konfliktregulierung. Eine qualifizierte, berufsbegleitende Fortbildung zum Mediator (VHS) bietet die Kreisvolkshochschule Altenkirchen in Zusammenarbeit mit dem Verband „Integrierte Mediation e.V. nun auch in der Region an. Das erste von insgesamt vier Präsenzmodulen findet in der Zeit von Freitag, 28. April bis Sonntag, 30. April statt. Bei der Fortbildung handelt es sich um eine 140stündige Mediatoren-Ausbildung, wobei der Präsenzpflichtanteil auf 72 Stunden angesetzt ist. Die Ausbildung erfüllt die gesetzlichen Anforderungen des Mediationsgesetzes und berücksichtigt die „Zertifizierte-Mediatoren-Ausbildungs-Verordnung“ des Bundesjustizministeriums. Übungsmaterialien und Skripte werden gestellt.
Die Präsenzseminare finden an vier Wochenenden stattfinden: vom 28. bis 30. April, vom 1. bis 3. September, vom 29. September bis 1. Oktober und vom 3. bis 5. November. Neben diesen Terminen finden regelmäßige Übungstreffen, so genannte „Peergroups“ statt, die für jedermann offen sind. „Dies haben wir mit der Volkshochschule so abgestimmt, damit auch Interessierte einen Eindruck davon bekommen können, wie Mediatoren arbeiten und wie sie denken und fühlen“, meint Trossen. Nach der VHS Ausbildung werden die Teilnehmer wissen, was gelingende Mediation bedeutet. Sie werden ihre Grundlagen anwenden können, um sich oder Ihren Kollegen und Angehörigen das Leben leichter zu machen. Mediation ist eine Einstellungssache. Sie vermittelt die Kompetenz, Konflikte schnell, nachhaltig und vor allem schadlos zu regeln.
Schon im sechsten Jahr wird die berufsbegleitende Weiterbildung „Mediation und integrierte Mediation“ bei der Kreisvolkshochschule durchgeführt. Studienleiter ist der ehemalige Familienrichter und Vorstandsvorsitzende des in Altenkirchen ansässigen Verbandes „Integrierte Mediation e.V.“, Arthur Trossen. „Wir bieten solche Kurse in Deutschland und im Ausland an, da darf ein Angebot im Landkreis Altenkirchen für die Region nicht fehlen“, sagt Trossen, der selbst praktizierender Mediator, Gutachter, Ausbilder und Experte in ADR-Fragen ist.
Nachdem sich der Gesetzgeber aktuell mit einem neuen Mediationsgesetz auseinandersetzt, ist ein spürbarer Anstieg der Nachfrage nach Mediation einerseits und nach Mediationsausbildung andererseits erkennbar. „Wir freuen uns über die Nachfrage“, so Bernd Kohnen, der Leiter der Kreisvolkshochschule Altenkirchen und bestätigt weiter, „dass der Mediationskurs ein fester Bestandteil des VHS Angebotes geworden ist.“
Die VHS-Ausbildung fügt sich in das Ausbildungsprogramm des Verbandes nahtlos ein. Deshalb besteht die Möglichkeit, die Ausbildung anschließend auch zum professionellen 2-Sterne-Mediator, das bedeutet zum zertifizierten Mediator aufzustocken, so dass die Teilnehmer insgesamt – wenn gewünscht – 350 Ausbildungsstunden nachweisen können.
Der Verein integrierte Mediation e.V. ist Mitglied im Dachverband „Deutsches Forum für Mediation“, so dass die Ausbildung auch mit den Anforderungen der übrigen Verbände konform geht. Die Kursgebühr beträgt 990 Euro. Entsprechend der individuellen Voraussetzungen ist eine anteilige 50-Prozent-Förderung über den bundesweite Bildungsprämie möglich. Mehr Infos bei der Kreisvolkshochschule unter Telefon: 02681 81-2211 oder per Email unter kvhs@kreis-ak.de oder bei Integrierte Mediation unter Telefon: 02681 986257 und im Internet auf der Seite www.in-mediation.eu. Hier kann auch das Curriculum angefordert werden.
Foto: Artur Trossen, der auch als Trainer in Mediatoren-Ausbildungen tätig ist und über eine langjährige, auch internationale Erfahrung verfügt, bestätigt, dass die Mediatoren-Ausbildung bei der Kreisvolkshochschule eine Fortbildung auf hohem Niveau darstellt.















