RK W Foto 2WISSEN – Erneut Ausbildung militärischer Fähigkeiten bei der Reservistenkameradschaft Wisserland während ihrer turnusmäßigen Abendversammlung – Das Führen der Schießkladde war zentrales Thema – Flüchtlingslage und Vorhaben im Landkreis Altenkirchen prägte die sicherheitspolitische Diskussion – Die heimischen Reservisten haben ihre Ausbildungsreihe während ihrer regelmäßigen Abendversammlungen mit ausgewählten Themen und sicherheits, wie auch tagespolitischen Diskussionen kürzlich fortgesetzt. Diesmal stand das Führen der Schießkladde im Zentrum der Aus- und Weiterbildung bei den Ex-Soldaten in ihrem Vereinsheim in Wissen. Der ausgebildete Schießlehrer, Oberstleutnant d.R. Axel Wienand, unterrichtete die Teilnehmer in die entsprechende Buchführung. Dabei sprach er typische Fehler an. – Wie man Streichungen behandelt und in der Schießkladde letztendlich vermerkt, wurde anhand von Folienmaterial ebenso geschult wie die Ausweisung und Eintragung von Sonderschießübungen, die in der Buchführung zu beschreiben sind. Der Unterschied zwischen Schulschießkladden sowie Einheitsschießkladden und deren Bedeutung für den Schießbetrieb der Bundeswehr wurde präzisiert.

Wienand ging in diesem Ausbildungsabschnitt insbesondere auf Schul- und Gefechtsschießen ein. So konnte er die Unterscheidung und Sinnhaftigkeit der beiden Schießkladdentypen im Detail demonstrieren und dadurch den Reservisten näher bringen. Im Anschluss wurde an der Tafel anhand von praktischen Beispielen mit eigens dafür vorbereitetem Folienmaterial geübt.

Mit Tipps und Anregungen aus eigenen praktischen Erfahrungen standen Hauptfeldwebel d.R. Armin Schneider und RK-Vorsitzender Wienand den Teilnehmern zur Seite. So manche Anekdote erheiterte die Reservisten und trug zu einem hervorragenden Arbeitsklima bei. Gar nicht so trocken wirkte so die Aus – und Weiterbildung, denn diese erfreute sich an einer regen Mitarbeit, was die beiden Ausbilder sehr zu schätzen wussten. Das Führen der Schießkladde soll in einer weiteren Ausbildungseinheit im kommenden Jahr vertieft werden. Dann wollen die Kameraden der Reserve verschiedene Schulschießübungen und Sonderübungen unter die Lupe nehmen und mithin untersuchen, wie man diese in der Schießkladde behandelt und ausweist.

Oberstleutnant d.R. Wienand will sich dazu noch ergänzend mit dem Ausbildungszentrum Infanterie der Bundeswehr in Hammelburg in Verbindung setzen. Dort möchte er sich über aktuelle Richtlinien, Konzepte und Vorschiften über das neue Schießausbildungskonzept (nSAK) informieren. Schließlich liege, so Wienand, seine diesbezügliche Einweisung während des Lehrgangs zum Bataillonskommandeur schon knappe drei Jahre zurück. Medientechnische Unterstützung mit einem Tageslichtprojektor kam vom Wissener Kopernikus Gymnasium, das über Jahre hinweg verschiedenes Material zu Ausbildungszwecken selbstlos beisteuerte. Mit einer Diskussion über die Flüchtlingslage, Absichten und Tendenzen im Landkreis Altenkirchen wurde die Abendversammlung unter Einbeziehung der aktuellen Tagespresse geschlossen. (aw) Fotos: Schneider/Wienand

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